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Bonuszuschuss in der RL Energie/2014 in Höhe von 10% wurde gedeckelt

Kleine und mittlere Unternehmen in Sachsen können gemäß RL Energie/2014 einen Bonuszuschuss in Höhe von 10% der förderfähigen Kosten in Anspruch nehmen, wenn sie über einen Sächsischen Gewerbeenergiepass, der nicht älter als 3 Jahre ist, oder eine gültige Zertifizierung nach ISO 50001 verfügen.

Seit Anfang des Jahres wurde dieser Bonus maximal auf die Höhe der Regelförderung begrenzt.

Beispiel:

Die förderfähigen Kosten für eine effizientere Spritzgießmaschine betragen 500.000 EUR. Über die CO2-Einsparung ergibt sich ein Zuschuss in Höhe von 40.000 EUR. Somit kann der Bonus maximal nochmals 40.000 EUR betragen, so dass in Summe 80.000 EUR an Zuschuss gezahlt wird.

Förderrichtlinie Energie/2014 in Sachsen

Kleine und mittlere Unternehmen in Sachsen können nun entscheiden, ob sie die Förderung für Energieeffizienzmaßnehmen über die Richtlinie Energie/2014 der SAB oder andere Förderprogramme des Bundes in Anspruch nehmen. Eine Kumulierung ist jedoch nach wie vor ausgeschlossen. Diese Regelung gilt seit Ende November 2016. Es lohnt sich also im konkreten Fall zu prüfen, mit welchem Programm höhere Zuschüsse erzielt werden.

Energieaudits - Stichprobenprüfung durch das BAFA

Seit Juni 2016 werden Stichprobenprüfungen durch das BAFA durchgeführt, ob die verpflichteten Unternehmen ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchgeführt haben. Bei auftretenden Fragen und eventuellen Problemen können sie sich gerne an unser Büro wenden.

 

In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass Unternehmen, die ein Energieaudit nach dem Stichtag 05.12.2015 durchgeführt haben, ein Wiederholungsaudit bis zum 05.12.2019 durchführen müssen. Die 4-Jahres-Frist gilt also nicht ab Datum der tatsächlichen Fertigstellung des ersten Energieaudits.

Energieaudits nach EDL-G:

Bis zum 5. Dezember 2015 muss jedes nicht-KMU ein Energieaudit nach DIN EN 16247 vorweisen können und alle 4 Jahre wiederholen.

Ausnahmen:

  • Das Unternehmen hat ein aktuell gültiges Zertifikat nach ISO 50001 oder eine gültige Validierung nach EMAS III
  • Das Unternehmen hat begonnen, die ISO 50001 einzuführen, die energetische Bewertung nach Kapitel 4.4.3 a) der Norm durchgeführt und die Zertifizierung beauftragt 

Darf denn nun auch eine unternehmensinterne Person ein Energieaudit nach DIN EN 16247 durchführen? 

Ja, wenn die Person die Qualifikation erfüllt und nicht in dem Bereich operativ tätig ist, der einem Energieaudit unterzogen wird. Insbesondere verweist das BAFA auf hauptverantwortliche Energiebeauftragte oder Energiemanager. Nach dieser Lesart scheidet der Leiter Instandhaltung oder technische Leiter, der gleichzeitig Energiebeauftragter ist, für die Durchführung des Energieaudits in dem Unternehmen aus, in dem er tätig ist. Er kann aber einen anderen Unternehmensteil oder Standort auditieren, in dem er nicht operativ tätig ist.

weitere Informationen finden sie hier:

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energie_audit/publikationen/index.html

 

 

Besondere Ausgleichsregelung nach §§ 63 ff EEG:

Ab 2015 gilt neben den Einstufungen der Branchen (Liste 1 und 2) und den nachzuweisenden Verhältnissen von Stromkosten zu Bruttowertschöpfung ein Nachweis eines Energiemanagements oder Umweltmanagements. Dabei wird in 2 Fälle unterschieden:

 

Unternehmen mit weniger als 5 GWh Stromverbrauch:

  • Alternatives System gemäß SpaEfV Anlage 1 oder 2

 

Unternehmen ab 5 GWh Stromverbrauch:

  • Zertifizierung nach ISO 50001 oder Validierung nach EMAS III

 

weitere Informationen finden Sie hier:

 http://www.bafa.de/bafa/de/energie/besondere_ausgleichsregelung_eeg/merkblaetter/index.html

 

Unternehmen, die eine Erstattung nach § 10 StromStG und § 55 EnergieStG beantragen möchten, müssen gemäß SpaEfV seit 2015 folgende Regelanforderungen erfüllen:

 

KMU:

  1. Energieträgeranalyse gemäß Tabelle 1 Anlage 2 SpaEfV für das Jahr 2014
  2. Erfassung und Analyse der internen Verbräuche gemäß Tabelle 2 Anlage 2 SpaEfV
  3. Erfassung und Bewertung von Einsparpotenzialen gemäß Tabelle 3 Anlage 2 SpaEfV
  4. Bericht an die Geschäftsleitung gemäß Ziffer 4 Anlage 2 SpaEfV 

oder

  • Energieaudit nach DIN EN 16247-1, das sich auf 100 % des Energieverbrauchs des Unternehmens bezieht

 

nicht-KMU:

  • aktuell gültiges Zertifikat DIN EN ISO 50001, das sich auf 100 % des Energieverbrauchs des Unternehmens bezieht

oder

  • aktuelle EMAS III - Registrierung, die sich auf 100 % des Energieverbrauchs des Unternehmens bezieht 

 

Weitere Informationen und Beratung zu diesen Themen erhalten Sie durch unser Büro.

 

 

 

Der Sächsische Gewerbeenergiepass (SäGEP) erfüllt die Kriterien der DIN EN 16247-1.

 

Informationen zum SäGEP finden Sie hier:

 

 

Weitere Informationen und Beratung zu diesem Thema erhalten Sie durch unser Büro.

 

 

Die Hauptursachen von Fehlinvestitionen im Bereich Energieeffizienz: